Wie wird man Reformschule?

 

Ein ausführlicher Podcast mit Birgit Xylander, ehemalige Schulleiterin der Wi’R

Wie kann man vorgehen, wenn man die eigene Schule zur Reformschule machen will oder Reformschul-Elemente ausprobieren möchte?
Dieser Podcast dreht sich um die Geschichte der Winterhuder Reformschule und ist vor allem für alle interessant, die ihre Schule im Sinne der Reformpädagogik verändern möchten.
mehr Infos auf rundgang-reformschule.de

Beim Ton hatten wir diesmal verschiedene Störfaktoren: aufdringliche Papiere, kommunizierende Grillen und unterschiedliche Aufnahmegeräte, weil das Gespräch auf Distanz stattfinden musste. Der Inhalt macht es aber wieder wett.

Erfolgsfaktoren für das Gelingen des Umstiegs zur Reformschule zusammengefasst:

  • positives Betriebsklima
  • gegenseitiger Respekt
  • offenes Kollegium
  • Schwung aus der Elternschaft
  • Best Practices abgucken und eine eigene Version daraus machen
  • Spielräume im Schulgesetz nutzen, innerhalb des vorgegebenen Rahmens alle Möglichkeiten ausschöpfen statt Anträge zu stellen
  • Eltern, SchülerInnen und LehrerInnen ins Boot holen. 
  • Viel, viel persönliche und schriftliche Kommunikation und Information
  • gute Innen- und Außendarstellung
  • sukzessive Umstellung statt ad hoc
  • Mindset: pilotieren, testen, wagen! Erfolge sehen; wie man es macht, ist es richtig. 
  • wenn möglich Teilnahme an einem Schulversuch
  • Zugang zu SchülerInnen über Beziehung statt über Fachwissen
  • alle pädagogischen Elemente zulassen: das was notwendig für das einzelne Kind und für die Gesellschaft ist, ist richtig
  • eine aktive Gruppe ist treibende Kraft, braucht die Unterstützung der Schulleitung
  • Blick von Außen durch Prozessbegleitung einholen
  • intensiv in Teams arbeiten
  • aktive Unterrichtsentwicklung

Links:
Buch Gerechte Leistungsbeurteilung von Silvia-Iris Beutel und Birgit Xylander
studentische Initiative Kreidestaub

Ein Gedanke zu „Wie wird man Reformschule?“

  1. Danke für eure spannenden Folgen!
    Vermutlich habt ihr die folgenden, ebenfalls komplexen Themen schon im Blick: Prüfungskultur, Bewertungen und Noten, welche alternativen Konzepte gibt es und was wäre darüberhinaus wünschenswert und denkbar? Und in dem Zusammenhang, wie könnten neue Konzepte für eine reformierte Oberstufe aussehen? Die wunderbaren Schüler*innen haben es schon angesprochen, da ginge noch viel… Und Timo hat es glaube ich im letzten Podcast angesprochen: die größte Hürde ist die Angst vor Veränderungen. Das Motto, unter dem die Schule in den aktuellen Veränderungsprozess eingestiegen war ist: „Lust auf Zukunft“. Danke dass ihr mit eurer Initiative daran erinnert und ermutigt, weiter zu gehen.

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